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Wo kommen wir her – wo wollen wir hin?

Unter diesem Motto stand unsere gemeinsame Tagesfahrt mit Mitgliedern der Polnischen Gesellschaft für Tourismus und Landeskunde/PTTK Oddział Morski in Świnoujście am 21. September 2013. Aus der Doppelfrage wird schon deutlich, dass es eine Tradition gibt, die unsere Ortsgruppe und die polnischen Freunde miteinander verbindet. Diese Beziehung ist uns wichtig, wir sind dankbar dafür. Als wir 1993/94 im Rahmen der Landschaft des Jahre Odermündung/Ujscie Odry der NaturFreunde Internationale zusammen mit Edward Rachfałowski und Stanisław Nieskiewicz den Weg für gemeinsame Initiativen bereiteten, hatten wir noch nicht geahnt, was für eine gute Zusammenarbeit sich daraus entwickeln würde. Obwohl nach dem Tod dieser beiden Persönlichkeiten Jüngere an ihre Stelle traten, lebt die Idee weiter und das trotz sprachlicher Barrieren. In jedem Jahr gibt es mindestens eine gemeinsame Unternehmung, diesmal waren wir die Einladenden. Unser Ziel war der Südosten der Insel Rügen. 

Mit dem Bus wurden die polnischen Freunde an der Grenze abgeholt, wir stiegen in Greifswald zu, und los ging es. Wir hatten als ein besonderes Erlebnis die Fahrt mit dem Rasenden Roland von Putbus aus organisiert. An der Haltestelle Garftitz stiegen wir aus und wanderten hinauf zum Jagdschloss Granitz, wo wir das Museum besuchen und den Turm besteigen konnten, um den Blick über die Insel zu genießen. Weil der Bus in Garftitz nicht parken konnte, stiegen wir kurz noch einmal in den Nostalgie-Zug, in Sellin-West erwartete uns dann unser Busfahrer, um uns nach Lobbe zum Mittagessen zu bringen. Im Restaurant „Zum Lobbster“ gaben unsere Vorsitzende Dr. Renate Hilbert und Adam Wronkowski, der Geschäftsführer aus Swinoujscie, kurze Statements ab: „Wo kommen wir her“ – daran wurde erinnert, „wo wollen wir hin?“ – diese Frage beschäftigt beide Seiten. Viele Teilnehmer sind älter geworden, manches Vorhaben muss deshalb anders gestaltet werden, als es zu Beginn der Zusammenarbeit möglich war. Wie also soll es weiter gehen? Dass wir alle an einer Weiterführung interessiert sind, daran besteht kein Zweifel. Die Dolmetscherin, die uns zum zweiten Mal auf einer Fahrt begleitet hat, unterstützt unser Anliegen nachdrücklich und hat sich spontan bereit erklärt, uns beratend zur Seite zu stehen. Und so kamen wir überein, dass wir, nachdem wir Ortschaften und Landschaften in Mecklenburg-Vorpommern und Zachodniopomorskie kennen gelernt haben, uns künftig dem unmittelbaren Grenzbereich zuwenden wollen. Adam Wronkowski fasste es so zusammen: „Kehren wir zu unseren Wurzeln zurück!“ Denn im grenznahen Bereich hatte unsere Zusammenarbeit einmal begonnen.

Im nächsten Jahr werden wir uns die polnischen Freunde durch Świnoujście führen, damit wir sehen und erleben können, wie sich die Stadt entwickelt hat. Und 2015 laden wir zu einer gemeinsamen Wanderung auf der Insel Usedom ein.   

Im Übrigen war unsere Tagestour in Lobbe noch nicht zu Ende, wir fuhren weiter nach Groß-Zicker. Das Pfarrwitwenhaus im Ort und die wunderschöne Mönchguter Landschaft waren für uns alle eindrücklich, zumal das Wetter es gut mit uns meinte. Auf der Heimfahrt haben wir in Putbus noch einmal eine Pause eingelegt und zum Picknick mit selbst gebackenem Kuchen eingeladen. Das war ein rundum schöner, gelungener Tag, für uns Greifswalder und für die polnischen Freunde auch. Und nun freuen wir uns auf die geplanten gemeinsamen Aktivitäten!

Dieses Projekt wird unterstützt durch die Europäische Union aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (INTERRG IVA – Fonds für kleine Projekte der Euroregion POMERANIA).

Renate Hilbert / Marlis Collatz
NaturFreunde Ortsverband Greifswald e.V.