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Kein Bau neuer Kohlekraftwerke
(Beschluss des Bundeskongresses der NaturFreunde in Mannheim März 2008)

Die NaturFreunde Deutschlands sprechen sich gegen den geplanten Neu- und Ausbau weiterer Kohlekraftwerke aus.

Die betroffenen Landesregierungen werden aufgefordert, den von den Energieversorgern geplanten Vorhaben die Zustimmung zu versagen. Die Bundesregierung wird aufgefordert, alle ihre Möglichkeiten zur Verhinderung des Aus- und Neubaus von Kohlekraftwerken zu nutzen.

Die NaturFreunde fordern statt dessen Rahmenbedingungen für dezentrale Energieversorgung zu schaffen, gesteigerte Förderung von Energieeinsparmöglichkeiten, effizienterer Energienutzung (u.a. Kraft-Wärme-Kopplung), regenerativer Energiegewinnung sowie ein energiepolitisches Umbaukonzept, mit dem in den Kohlerevieren neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze und Perspektiven für die Region geschaffen werden.

Die NaturFreunde Deutschlands halten, im Zusammenhang mit der sich abzeichnenden Klimakatastrophe, den mit dem Bau von Kohlekraftwerken verbundenen Ausstoß höherer CO2-Emissionen für unverantwortlich. Unbestreitbar liegt bei einem Kohlekraftwerk der CO2-Ausstoß etwa 2 ½-mal höher als bei einem vergleichbaren Gas- und Dampf-Kraftwerk. Die Kohleverbrennung gilt als die schädlichste Art der Energiegewinnung.

Insgesamt stehen den geplanten neuen Kohlekraftwerken in der Größenordnung von bis zu 27270 MW lediglich geplante Stilllegungen in der Größenordnung von bis zu 6917 MW gegenüber. Dies führt unter dem Strich zu einer deutlichen Verschlechterung der Klimabilanz: Die neuen 15 Kohlekraftwerke werden jährlich etwa 164,8 Mio. Tonnen CO2 ausstoßen. Durch die Stilllegungen werden dagegen nur jährliche CO2- Emissionen in der Größenordnung von 43,1 Mio. Tonnen vermieden. Nach den bisherigen Planungen würde das „Kraftwerksmodernisierungsprogramm“ in Deutschland also zu einer Steigerung der jährlichen CO2-Emissionen um bis zu 121,7 Mio. Tonnen führen.